„Bürger schützt eure Anlagen“ – neu interpretiert

Als ich vor ca. 25 Jahren zum ersten Mal auf dem Habichtsweg unterwegs war, hatte ich das Gefühl durch einen Park mit vielen schönen alten Bäumen zu gehen. Ich empfand es als etwas ganz Besonderes, dass so ein schöner, naturnaher Weg durch ein so dicht bebautes Gebiet führt.

Mit den Jahren kam das eine und andere neue Gebäude am Weg hinzu. In diesem Jahr geht es dem Habichtsweg aber so richtig an den Kragen. Ein komplettes Waldstück musste einer Kita mit 45  Plätzen weichen. Einen einzigen Baum hat man stehen lassen, so wie die letzte Anstandspraline in einer Konfektschale.

Und im oberen Teil des Habichtsweges musste ein 1000 qm großes Gartengrundstück mit Einfamilienhaus einem Wohnblock mit 7 Eigentumswohnungen weichen, der fast das gesamte Gründstück einnimmt. Also kein dringend benötigter Sozialer Wohnungsbau, sondern hochpreisige Eigentumswohnungen, die sich nur wenige Menschen leisten können. Und natürlich müssen für diese Wohnungen auch Parkplätze her. 8 überdachte Stellplätze sind an der Westseite des Gebäudes angelegt und können über den Goerdeler Weg angefahren werden. Außerdem gibt es Überlegungen für weitere Stellflächen auf der Südseite, die dann über den Habichtsweg angefahren werden müssten. Man kann nur hoffen, dass das dem Habichtsweg und seinen Nutzern erspart bleibt. Der Habichtsweg ist nämlich nicht nur ein schöner Spazierweg, sondern auch ein viel genutzter und bis jetzt sicherer Schulweg. Und wenn man man einmal den Sperrpfosten wegnimmt, damit Kraftfahrzeuge hindurchfahren können, dann ist der Weg zu „wildem“ Parken auf den Wegrändern nicht mehr weit. Man braucht sich bloß die Parksituation auf dem für Anlieger freigegebenen Teilstück Habichtsweg Richtung Stift am Klausberg anzusehen. Dort wird regelmäßig der Fußweg ungestraft zugeparkt.

Ich habe diesen Blog angefangen, um dafür zu werben, dass der Habichtsweg nicht immer mehr verkümmert und als Erholungsgebiet und sicherer Schulweg erhalten bleibt. Vorbeugen ist wichtig, denn Heilen lässt sich eine Flächenversiegelung und PKW-Nutzung nicht mehr, wenn sie erst einmal genehmigt wurde!

 

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