Weihnachtszeit – Zeit der Wünsche

Angenommen, mir begegnet auf dem Habichtweg eine gute Fee und ich hätte – wie im Märchen so üblich – drei Wünsche frei. Was würde ich mir dann wünschen?

Puhh! Jetzt nur keinen Fehler machen. So eine Fee begegnet einem nicht alle Tage. Also, mein erster Wunsch wäre ganz klar:

Die EBR hat auf einmal keine Lust mehr, das IWF-Gelände platt zu machen und viele riesige Wohngebäude dort zu errichten. Stattdessen werden die vorhandenen Gebäude umgenutzt z. B. für Studentenbuden.

Kann man sich wünschen, wird aber kaum in Erfüllung gehen. Die Stadt benötigt ja dringend mehr Wohnungen. Dieser Wunsch ginge also wahrscheinlich ins Leere. Deshalb wandle ich den ersten Wunsch lieber etwas ab:

Die Baupläne der EBR werden so verändert, dass alle neuen Wohngebäude nur in dem flachen Bereich des Geländes errichtet werden und der bewaldete Hang nicht bebaut wird.

Und was wird dann aus dem bewaldeten Hang? Dafür setze ich meinen zweiten Wunsch ein:

Der bewaldete Hang wird zu einem naturnahen Waldpark unter Erhaltung der vorhandenen Baumbestände umgestaltet, und es entsteht eine biophile grüne Oase, eine Erholungs- und Begegnungsstätte für das Quartier und dessen Umgebung.

Ich sehe es schon vor mir: vom Nonnenstieg und vom Habichtsweg aus hat man Zugang zu dieser Oase, die neben vielen Bäumen und Sträuchern auch Sitzplätze vielleicht sogar mit dem einen oder anderen Tisch bietet. Die schon freigeräumten Flächen könnten dezent mit Trimmgeräten, Sandkästen, einem Grillplatz etc. ausgetattet werden. Naturnahe Vorbilder dafür gibt es schon an verschiedenen Stellen in Göttingen. Auf diese Weise würde das lebenswichtige Grün in der Stadt erhalten. Biophilia in der Stadt. Biophilia in Göttingen. Was wäre ich stolz auf diese Stadtverwaltung und die EBR, dass Sie die Zeichen der Zeit erkannt haben!

Und mein dritter Wunsch?

die Stadtverwaltung lässt in Zukunft die Finger von Landschaftsschutzgebieten, aktiviert kreative Kräfte für die Suche nach alternativen  Bauplätzen (z.B. Aufstockung von Flachbauten) und macht bei allen neuen Bauvorhaben zur Auflage, dass möglichst keine Bäume gefällt und die Gebäude und ihre Umgebung nachhaltig begrünt werden.

Fromme Wünsche, ich weiß. Aber kann man soviel gesundes Grün mitten in der Stadt einfach eliminieren? Hier ein paar Fotos von dem bewaldeten Hang neben den IWF Gebäuden:

 

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2 Gedanken zu “Weihnachtszeit – Zeit der Wünsche

  1. Hans-Rolf Gregorius

    Man kann einfach nicht genug die Einmaligkeit der Grünstrukturen auf dem IWF-Gelände hervorheben. Die herrlichen Aufnahmen werden hoffentlich auch in Zukunft Bestand haben. Allerdings wird man wohl etwas intensiver darüber nachdenken müssen, wie dasmöglich gemacht werden kann, wenn der Mensch seinen Freizeitbedürfnissen in diesen Bereichen nachgeht. Einschlägige Beispiele in unserer Stadt lassen hier nichts Gutes erhoffen.

    Die Verbindung zum Landschaftsschutz scheint mir sehr naheliegend, und der Hinweis auf den unsäglich kurzsichtigen (wenn nicht gar verantwortungslosen) Umgang unserer Stadt mit ihm ist mehr als gerechtfertigt. Echter Landschaftsschutz muss auch immer innerstädtische Bereiche wie das IWF-Gelände insbesondere dann umfassen, wenn solche Bereiche als essentielle biologische Trittsteine längs städtischer Grünzüge (wie dem Habichtsweg) fungieren.

    HRG

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  2. UB

    Vielen Dank für Ihre Anregungen, insbesondere was die Freizeitmöglichkeiten betrifft. Meine Vorschläge dazu waren nicht überlegt genug, ich nehme sie daher ersatzlos zurück.

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