Über diesen Blog

Der Habichtsweg gehört zu den alten Flurwegen der Gemarkung Göttingen, die zu peripheren Flurteilen führten (s. dazu Göttingen, Geschichte einer Universitätsstadt, Bd. 1, S.373, 1987).

Ausschnitt aus einem historischen Stadtplan von Göttingen von 1920
Quelle: Landkartenshop.de

Heute führt er wie ein „Grünes Band“ von der Ewaldstraße bis zur Konrad-Adenauer-Straße als Fuß- und Fahrradweg durch das obere Ostviertel Göttingens. An seinem Anfang liegen die THG Sporthalle Ewaldstraße, die Jugendherberge, die beiden Teile der Hölty-Schule, der Hinterausgang des Theodor-Heuss-Gymnasiums und das Montessori Kinderhaus e.V.. Auf halber Höhe befindet sich der Eingang zur der idyllischen Kleingartenkolonie „Am Rohns“.

siehe stadtarchiv.goettingen.de/strassennamen

Am Ende des Fuß-/Fahrradwegs überquert der Habichtsweg die Konrad-Adenauer-Straße und führt als Anlieger-Straße weiter bis zum Stift am Klausberg. Von dort aus verläuft er noch ein kleines Stück als Fußweg bis er auf die Herzberger Landstraße trifft, wo er dann endet.

2017  ist es zu massiven Veränderungen am Habichtsweg gekommen. Auf Höhe des Goerdeler Wegs hat ein großes Gartengrundstück, das Jahrzehnte lang mit einem Einfamilienhaus bebaut war, den Besitzer gewechselt. Dort entsteht z. Zt. ein riesiger Wohnblock mit 7 Eigentumswohnungen (s. wm-immobilien-goettingen.de).

Grundstück Goerdeler Weg 2a im August 2016
Grundstück Goerdeler Weg 2a im September 2017

Auf Höhe der Einmündung des Pfingstangers auf den Habichtsweg befindet sich die Anlage des Montessori Kinderhauses e.V.. Im Anschluss an dieses Gelände entsteht z.Zt. eine Erweiterung des Kinderhauses. Dafür musste ein Waldstück weichen, das bis dahin das Gelände des ehemaligen IWF (Institut für den Wissenschaftlichen Film) mit dem Kinderhaus verband.

Waldstück am Habichtsweg Höhe ehemaliges IWF Gelände im September 2016
Gelände des gerodeten Waldstücks im September 2017

Bei vielen Anwohnern und Passanten des Habichtswegs lösen diese beiden neuen Baumaßnahmen am Habichtsweg Kopfschütteln,Trauer, Bestürzung und Unverständnis aus. An solchen Stellen entlang einer langgestreckten prominenten Grünanlage so massive Eingriffe und Bodenversiegelungen zu genehmigen, dafür muss die Stadt Göttingen gute Gründe haben…

Damit der altehrwürdige Habichtsweg grün bleibt und nicht noch mehr von seinem Charm und Nutzen für die Natur verliert, wurde dieser Blog ins Leben gerufen.

Er soll Anwohnern, Freunden und anderen Interessenten die Gelegenheit bieten, sich zu informieren, zu kommentieren und sich für die Bewahrung dieses „Grünen Bandes“ im Ostviertel einzusetzen.

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